Europäisch radikalisiert

Es gibt Nachrichten, die, ob ihrer Kürze, zu schön sind, als das man nicht darüber berichtete. Diese beginnt in den 90er Jahren in Afghanistan und handelt von dem afghanischen Gesundheitsminister Abdul Rauf Mohammad.

Wie mehrere Medien – so auch der Spiegel – berichteten, wurde eben jener Abdul Rauf Mohammad vor wenigen Tagen von den deutschen Grenzbehörden bei der illegalen Einreise unter falschen Namen aufgegriffen. Nach seiner Festnahme gab er an, in Deutschland Asyl beantragen zu wollen. Zuvor hatte er bereits in Norwegen Asyl beantragt und auch bekommen. Zwischen 2000 – 2014 lebte er dort, bis er schließlich abgeschoben wurde.

Spiegel Online nennt in dem wenige Absätze zählenden Artikel auch einen Grund für die Abschiebung, den man sich in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen solle. Abdul Rauf Mohammad wurde von den norwegischen Behörden abgeschoben, da er sich „mit den Jahren im norwegischen Exil radikalisiert“ habe. So soll er in Verbindung zu jungen Muslimen, die wegen eines geplanten Terroranschlags festgenommen wurden, gestanden haben. Er war ihr Imam.

Ohne Abdul Rauf Mohammad persönlich zu kennen oder ein Experte in Sachen Taliban zu sein, halte ich es für durchaus fragwürdig, dass ein führendes Mitglied der afghanischen Taliban-Regierung, dass mehrfach damit prahlte Osama Bin Laden persönlich getroffen zu haben, sich erst nach der Ausreise aus Afghanistan im europäische Exil religiös radikalisiert habe.

 

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